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Die zweite Phase des Orgelumbaus, 1959 (heutiger Zustand)

Die Orgel von 1959 Basierend auf den klanglichen Veränderungen der Orgel 1947 wurden 1959 die Kegelladen, die noch aus der Orgel von 1886 stammten, gegen Schleifladen ausgetauscht. Außerdem wurde die innere Anlage der Orgel komplett umgestaltet und der barocke Prospekt eingebaut. Die 1947 umgearbeiteten Pfeifen wurden weitgehend übernommen. Die Arbeiten wurden wieder von Firma Link nach den Plänen Helmut Bornefelds vorgenommen.

Auf der Seite zur Orgel von 1947 haben wir die mehrfache Verwendung des Pfeifenmaterials im Laufe der Zeiten dargestellt. Hier ist deutlich zu sehen, wie die gegenwärtige Orgel aus Teilen von Vorgängerinstrumenten zusammengebaut ist.

Der pseudobarocke Orgelprospekt stammt aus der Stadtpfarrkirche St. Martin in Meßkirch, wo er 1901 von Fa. Schwarz (Überlingen) eingebaut wurde und 1955 durch einen Neubau überflüssig wurde. Die ursprüngliche Farbfassung des Prospekts war vermutlich schwarz marmoriert, passend zu den Altären in Meßkirch.

Seit 1959 wurden noch einzelne kleinere Arbeiten vorgenommen, so z.B. bereits 1968 der Austausch der gesamten Schleifenmagneten und 1983/84 eine Gesamt-Ausreinigung, bei der die Koppel III-P und der Sesquialter im Hauptwerk eingebaut wurde.

Der gegenwärtige Zustand der Orgel ist stark verschlissen; das Orgelinnere ist stark verschmutzt, da das Gehäuse kein Dach hat. Durch die mehrfachen Umarbeitungen alter Pfeifen ist das Pfeifenmaterial teilweise beschädigt und das Klangbild sehr inhomogen. Die elektrische Anlage arbeitet unzuverlässig; und das Windsystem ist unzureichend dimensioniert und daher nicht in der Lage, ausreichend Winddruck bereitzustellen. Aufgrund der Verwendung minderwertigen Materials häufen sich Defekte und Ausfälle.

Und wie geht es weiter? Hier finden Sie die Pläne für die neue Orgel, und hier stellen wir Ihnen einige Gründe vor, warum ein Neubau unverzichtbar ist. Die Orgel von 1959 wird (ohne den Prospekt) verkauft und erklingt, komplett überarbeitet, in ein paar Jahren in der katholischen Kirche zur Heiligen Antonia von Padua in Krakau-Rzaska.

Disposition:

I Positiv C-g³ II Hauptwerk C-g³ III Schwellwerk C-g³ Pedal C-f'
Gedackt 8'
Quintade 8'
Krummhorn 8'
Prinzipal 4'
Hohlschelle 4'
Rohrnasat 2 2/3'
Koppelflöte 2'
Terzian 1 3/5' 1 1/3'
Scharff 4 f
Gedacktpommer 16'
Prinzipal 8'
Gemshorn 8'
Trompete 8'
Oktave 4'
Nachthorn 4'
Rauschharfe 4' 2 2/3'
Kornett 2-3 fach 2 2/3'
  (1984 durch Sesquialter ersetzt)
Ital. Prinzipal 2'
Mixtur 5-6fach
Sordun 16'
Rohrflöte 8'
Weitgedackt 4'
Schalmei 4'
Prinzipal 2'
Sifflöte 1 1/3'
Hörnlein 1 1/7' 16/19'
Blockflöte 1'
Zimbel 3 fach
Prinzipal 16'
Untersatz 16'
Posaune 16'
Oktavbaß 8'
* Gedacktbass 8'
Rauschwerk 3 fach
* Rohrpommer 4'
* Choralbass 4fach
* Kornett 2'
* Glöckleinton 2' 1'

* = Kleinpedallade

6 Normalkoppeln, Tremulant für jedes Manualwerk und Kleinpedallade
Zungenpleno, Gesamtpleno, Pleni/Vorpleni für jedes Werk einzeln
drei freie Kombinationen, zusätzlich zwei Pedalkombinationen

Einige Impressionen

↓ Kontakt: Evangelisches Bezirkskantorat Aalen, KMD Thomas Haller, Curfeßstraße 31, 73430 Aalen ↓