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Orgeln in Aalen

Interessant bei einem Orgelneubau ist auch immer die Orgellandschaft in der Umgebung. Wir wollen Ihnen hier kurz vorstellen, was für andere interessante Orgeln im Umkreis der Stadtkirche zu finden sind.

Die Orgel der Johanniskirche Aalen

Die Orgel der Johanniskirche Die Orgel der Johanniskirche wurde zu Beginn des 19. Jhdt. vom Aalener Bürger und Ratsherr Chr. Fürgang gestiftet. Der Anlaß war die Entführung seiner Tochter und ihre Befreiung aus den Händen des Entführers. Über die Herkunft der Orgel ist nichts näheres bekannt; bekannt ist nur, dass 1802 die Kirche umgebaut wurde, um Platz für die Orgel zu schaffen.

Das Instrument war 1947 in sehr schlechtem Zustand; viele Pfeifen fehlten. Nach Anweisungen von Helmut Bornefeld wurde die Orgel unter Verwendung des vorhandenen Pfeifenmaterials umgebaut (Fa. Gebr. Link), in den 70er-Jahren allerdings original rekonstruiert.

Die Kirche selber zählt vermutlich zu den ältesten Kirchen des Landes; im Inneren sind Fresken aus dem 12. Jhdt. erhalten. Man geht davon aus, dass das Gebäude selber auf den Grundmauern eines römischen Tempels errichtet wurde. Der Standpunkt der Kirche ist direkt vor den Toren des ehemaligen römischen Reiterkastells der Ala II Flavia, dem einst größten römischen Standort nördlich der Alpen. Direkt an der Kirche sind die Grundmauern weiterer Gebäude dieser Zeit sichtbar.

Disposition nach dem Umbau durch Bornefeld:

Manual (C-c'''): Pedal (C-c'):
Gedackt 8'
Quintade 8'
Prinzipal 4'
Gedacktflöte 4'
Hohlquinte 2 2/3'
Oktave 2'
Spitzquinte 1 1/3'
Scharf II-III 1'
Zimbel doppelt 1/10' + 1/12'
Subbaß 16'
Oktavbaß 8'
Rohrpommer 4'
Mixtur IV 2 2/3'

Heutige Disposition:

Die Disposition ist in der Schreibweise und der Anordnung am Spieltisch angegeben.

Manual (C-c'''): Pedal (C-c', dauerhaft an das Manual angehängt):
Mixtur 1 Fuß 4 fach *
Octav 2 Fuß
Flöete 2 Fuß *
Flöete 4 Fuß *
Holtz Principal 8 Fuß offen *
Principal 4 Fuß
Viola di Gamb 8 Fuß *
Quint 3 Fuß
Flöete 2 Fuß (gedeckt; klingend 4')
Großgedeckt 4 Fuß (klingend 8')
Mixtur 4 Fuß 3 fach *
SubBaß 8 Fuß (klingend 16')
PosaunenBaß 8 Fuß *
OctavBaß 8 Fuß offen

Die mit einem Sternchen gekennzeichneten Register sind vermutlich nicht original.

Die Johanniskirche von aussenDie Johanniskirche im Johannisfriedhof westlich der Innenstadt


Die Orgel der Markuskirche Aalen

Die Orgel der Markuskirche Die Orgel der Markuskirche wurde 1972 von Fa. Steinmeyer erstellt. Besonders bemerkenswert ist an dieser Orgel das Gehäuse, das fast vollständig betoniert ist und sich perfekt in die Sichtbeton-Architektur der Kirche einfügt.

Die Orgel wurde 1999 grundgereinigt und um einige Register erweitert.

Disposition:

Hauptwerk (C-g''') Brustwerk (C-g''', schwellbar) Pedal (C-f')
Metallflöte 8'
Salicional 8' *
Prinzipal 4'
Gemshorn 4'
Spitzquinte 2 2/3'
Hohlflöte 2'
Mixtur 4-6f. 1 1/3'
Trompete 8' *
Koppel II / I (Fußhebel)
Gedeckt 8'
Rohrflöte 4'
Prinzipal 2'
Hörnlein 1 3/5' 1 1/7'
Nasat 1 1/3'
Zimbel 3f. 1/2'
Krummhorn 8' *
Tremulant (Fußhebel)
Subbaß 16'
Oktavbaß 8'
Gedeckt 8' *
Choralflöte 4'+2'
Posaune 16' *
Koppel II / P (Fußhebel)
Koppel I / P (Fußhebel)

Die mit einem Sternchen gekennzeichneten Register wurden 1999 eingebaut.

Die Markuskirche von aussenDie Markuskirche im Hüttfeld


Die Orgel der Salvatorkirche Aalen

Die Salvator-Orgel ist auf der Webseite der Salvatorkirchengemeinde ausführlich beschrieben und bebildert.


Die Orgel der Kirche St. Maria Aalen

Die Aalener Marienkirche wurde 1972 anstelle eines Vorgängerbaus von 1886 errichtet, der für die Gemeinde zu klein wurde und dem Verkehrsbauprojekt "Hochbrücke" im Wege stand. Die Orgel wurde 1980 von OBM Gerhard Schmid, Kaufbeuren, errichtet und 1999 überholt, wobei zwei Register ausgetauscht wurden. Die Disposition ist von KMD Heribert Halbe und OBM Gerhard Schmid; die Orgel hat mechanische Schleifladen und eine elektropneumatische Registertraktur mit einer fünffachen Setzerkombination. Eine Besonderheit dieses Instruments ist das schwenkbare Bedienelement für die Registerbetätigung, die es ermöglicht, dass entweder der Organist sich selbst bequem registrieren kann oder ein Assistent diese Aufgabe übernimmt.

Disposition:

I Positiv II Hauptwerk III Schwellwerk Pedal
Holzgedeckt 8'
Weidenpfeife 8'
Prästant 4'
Kleinpommer 2'
Oktave 1'
Cymbel 3fach 1/2'
Krummhorn 8'
Tremulant
Gedecktpommer 16'
Prinzipal 8'
Spitzflöte 8'
Oktave 4'
Mixtur 4-5fach 1 1/3'
Trompete 8'
Tremulant
Holzflöte 8'
Spitzgamba 8'
Vox coelestis 8'
Prinzipal 4'
Traversflöte 4'
Nasat 2 2/3'
Blockflöte 2'
Terz 1 3/5'
Septime 1 1/7'
Scharff 4-5fach 1 1/3'
Dulzian 16'
Oboe 8'
Tremulant
Subbaß 16'
Oktavbaß 8'
Rohrflötbaß 8'
Großterz 6 2/5'
Großsept 4 4/7'
Choralbaß 4'
Rauschbaß 4fach 2 2/3'
Posaune 16'
Trompete 8'

Koppeln: I/II, III/II, I/P, II/P, III/P


Die Orgel der Kirche St. Stephanus Aalen-Wasseralfingen

Die Stephanskirche im Herzen Wasseralfingens ist der größte Kirchenbau in Aalen. Die Orgel in der heutigen Gestalt wurde 1954 von Fa. Reiser, Biberach/Riß, als opus 257 gebaut unter Verwendung von Teilen der Vorgängerorgel (Gebr. Link, 1892; opus 192a, 2 Manuale/Pedal, 20 Register). Sie hat eine elektropneumatische Spiel- und Registertraktur.

Disposition:

I Hauptwerk II Schwellwerk III Oberwerk Pedal
Gedacktpommer 16'
Prinzipal 8'
Gedeckt 8'
Violflöte 8'
Oktave 4'
Querflöte 4'
Rohrquarte 2 2/3'
Schwegel 2'
Mixtur 2'
Trompete 8'
Rohrgedackt 8'
Quintade 8'
Weitprinzipal 4'
Rohrflöte 4'
Waldflöte 2'
Hornpfeife 1 3/5'
Scharff 1'
Dulzian 16'
Singend Gedackt 8'
Spitzflöte 4'
Prinzipal 2'
Flageolet 1'
Terzianzimbel 1/5'
Rohrschalmei 8'
Prinzipalbaß 16'
Violonbaß 16'
Subbaß 16'
Oktavbaß 8'
Choralbaß 4'
Pedalmixtur 2 2/3'
Baßflöte 2'
Posaune 16'

Spielhilfen: Normalkoppeln, Rollschweller (Walze), zwei freie Kombinationen, Tuttizug, automatische Pedalumschaltung.

↓ Kontakt: Evangelisches Bezirkskantorat Aalen, KMD Thomas Haller, Curfeßstraße 31, 73430 Aalen ↓